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Helvetia Franciscana ist eine historische Zeitschrift der drei schweizerischen Orden des hl. Franziskus von Assisi. Sie publiziert wissenschaftliche Aufarbeitungen der vielfältigen Geschichte der drei Orden des hl. Franziskus in der Schweiz und in der angrenzenden Nachbarschaft. Gleichzeitig bibliografiert sie die aktuellen Publikationen schweizerischer Ordensleute kontinuierlich.

Aktuelle Ausgabe (43. Band)

Helvetia Franciscana (HF) lädt im 43. Band (2014) zur Wanderung durch Graubünden ein, durchs Land der 150 Täler, wo Kapuziner missionierten und woher der „Caritasapostel“ Theodosius Florentini stammt. Die Reise geht weiter ins Tessin nach Locarno-Orselina in die interfranziskanische Bibliothek des Wallfahrtsklosters „Madonna del Sasso“.

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Die Helvetia Franciscana (HF), die interfranziskanische Geschichtsfachzeitschrift der Schweizer Kapuziner, lädt zu Reisen durch schweizerische Alpenlandschaften ein. Das vielsprachige Graubünden, das Bergland der 150 Täler, war vom 17. bis 20. Jahrhundert im Auftrag des Papstes Missionsgebiet der Kapuziner zur Erneuerung der katholischen Kirche gegenüber den Reformierten mit einst 84 Stationen. Dies bewirkte interkulturellen Austausch in Architektur, Kunst und Literatur, nebenbei auch franziskanische Propaganda in der Tradition der Kapuziner. Zugleich gerieten Kapuziner als Akteure der Reform und Gegenreformation im 17. Jahrhundert auf die Weltbühne politischer Mächte zwischen Pfarreiseelsorge und Gesandtendienst.
Aus Graubünden stammt im 19. Jahrhundert der Kapuziner Theodosius Florentini († 15. Februar 1865), dessen Todestag 2015 sich zum 150. Mal jährt. Das Kollegium Maria-Hilf in Schwyz ist ein fortbestehendes Erbe im Dienst der Bildung dank des Bündner Caritasapostels. Er ist der Gründungsvater der Schwesternkongregationen Menzingen und Ingenbohl. Gestorben im appenzellischen Heiden fand der Generalvikar des Bistums Chur zuerst seine Ruhestätte vor der Kathedrale Chur. Seine sterblichen Überreste gingen nochmals auf Translation 1906 nach Ingenbohl auf Bitten und Drängen der Schwestern.
Mit dem Abstecher ins Tessin bietet die HF einen Einblick in eine kontinuierliche interfranziskanisch geprägte Bücherwelt vom Mittelalter bis zur Neuzeit in der Bibliothek des Wallfahrtsklosters Madonna del Sasso in Orselina ob Locarno. Diese Überlieferung wertvollen Schrifttums ist in ihrer Art einzigartig in der Schweiz und in Europa.
Für all diese Themen zeichnen sich sechs Autoren und Autorinnen in ihren jeweiligen Landessprachen und in ihren jeweiligen Disziplinen wie Archivistik, Geschichte und Bibliothekswissenschaft verantwortlich: Marina Bernasconi Reusser, Laura Luraschi Barro, Luciana Pedroia, Lothar Samson, Christian Schweizer, Philipp Zwyssig.

Mehr zu Inhalten und Helvetia Franciscana:

http://www.hfch.ch/