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Schweizer Kapuziner-Provinz

Kapuziner-Blog

Mitglieder der franziskanischen Familie veröffentlichen hier alle zwei Wochen einen Blogbeitrag. Sie kommentieren aus persönlicher Sicht aktuelle Ereignisse.

Empfangt den Heiligen Geist
Die biblischen Bilder erklären, was geschieht, wenn der Auferstandene die, die er senden wird, anhaucht und spricht: „Empfangt den Hl. Geist!“ (Raphael Grolimund, 30. Mai 2020)
Glauben in Christus – Leben in Gott
Der Auferstehungsglaube umfasst unsere ganze Lebensbestimmung im Hier und Jetzt und im Dasein nach dem Tod. (Raphael Grolimund, 23. Mai 2020)
Seid gewiss: Ich bin bei euch
Jene, die seinen Namen tragen, sollen sein Werk fortführen. Aber ist das nicht eine zu grosse Aufgabe für sie? (Raphael Grolimund, 20. Mai 2020)
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Ich hatte die Gelegenheit, an der diesjährigen iTe-Leserreise nach Sri Lanka teilzunehmen.

Kindergarten im Bau | © Verena Shearsby, 2019

Für mich war es unter anderem sehr interessant, die Projekte besichtigen zu können, welche dank den vielen Spenden der Leserinnen und Lesern unserer Zeitschrift und der grossen Gönnerschaft der Schweizer Kapuziner im Bau sind. Ich denke da im speziellen an den sich im Bau befindlichen Kindergarten in der armen Kapuzinerpfarrei Tharnikulam in Vavuniya.

Es war auch sehr eindrücklich zu sehen, wie die vielen Religionen, sprich Buddhismus, Hinduismus, Christentum und Islam zusammenleben und im gegenseitigen Respekt und Toleranz zusammen leben.

Tänzerinnen vom ‘Centre of performing arts’ | © Verena Shearsby, 2019

Einen guten Beitrag dazu leistet sicher auch das «Center of Performing Arts» in Jaffna, welches von Father Saveri 1964 gegründet wurde und auch heute noch geleitet wird. Wir durften einer eindrücklichen Aufführung beiwohnen. Es ist die am längsten existierende Organisation im Land, die mithilfe von darstellender Kunst Friedensprozesse fördert. Das Zentrum versucht, unterschiedliche ethnische und religiöse Interessen auszusöhnen, ohne anzuklagen. Damit soll die Kunst helfen, Menschenrechte und Demokratie zu fördern.

Was mir aufgefallen ist, war die überaus grosse Polizeipräsenz im ganzen Land. Vor allem in Madhu, dem grössten Marienwallfahrtsort von Sri Lanka, war die Sorge um Sicherheit für das kommende Fest am 15. August sicht- und spürbar.

Wir haben auch die Kirchen in Colombo und Negombo besucht, welche am Ostersonntag Ziel von islamistischen Terroranschlägen geworden waren. Die Tatsache, wie viel Leid dort geschehen war, hat mich traurig gestimmt. Und trotzdem war es schön zu sehen, dass die Menschen den Glauben nicht verloren haben – im Gegenteil:  so viele Gläubige haben in den schon wieder aufgebauten Kirchen gebetet.

St. Anthony’s Shrine, Kochchikade | © Verena Shearsby, 2019