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Es war eine kleine Sensation, als der Vatikan vor 30 Jahren ein Dokument über Dialog und Mission herausgab. Eine solche Stellungnahme habe man von dort nicht erwartet, meinten Fachleute. Hier einige Ausschnitte.

«Im Bewusstsein der Kirche steht die Mission als eine einheitliche, aber komplexe und ausgeprägte Wirklichkeit da. Es lassen sich die Hauptelemente nennen.»

1. «Die Mission wird bereits Wirklichkeit durch die einfache Präsenz und das Lebenszeugnis der Christen (vgl. Evangelii Nuntiandi 21), auch wenn anzuerkennen bleibt, dass wir ‚diesen Schatz in zerbrechlichen Gefässen tragen’ (2 Kor 4,7) und daher der Abstand zwischen dem, wie der Christ existentiell erscheint, und dem, was er zu sein behauptet, immer unüberbrückbar bleibt.»

2. «Dazu kommt dann der konkrete Einsatz im Dienst am Menschen und alles Wirken für sozialen Fortschritt, auch der Kampf gegen die Armut und die Strukturen, die sie hervorrufen.»

3. „Hinzuweisen ist ferner auf das liturgische Leben, Gebet und Kontemplation als beredte Zeugnisse für ein lebendiges und befreiendes Verhältnis zum lebendigen und wahren Gott, der uns zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit beruft (vg. Apg 2,42).“

4. «Dann ist da der Dialog, bei dem die Christen den Anhängern anderer religiöser Überlieferungen begegnen, um gemeinsam auf die Wahrheit zuzustreben und bei Werken von gemeinsamen Interesse zusammenzuarbeiten.»

5. «Endlich sind Verkündigung und Katechese zu nennen, wo die Frohbotschaft des Evangeliums verkündet wird und die Folgen für Leben und Kultur weiter vertieft werden.»

«Dies alles gehört zur Mission.»

Sekretariat für Nichtchristen zur Haltung der Kirche gegenüber den Anhängern anderer Religionen: Gedanken und Weisungen über DIALOG und MISSION (Nr. 13). Das Dokument erschien am 24.8.1984 im OSSERVATORE ROMANO.