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Seit bald zehn Jahren ruhen in Sri Lanka die Waffen. Von 1983 bis 2009 hatte ein mörderischer Bürgerkrieg zwischen den Tamil Tigers und der Armee auf der Tee-Insel gewütet und Zehntausende von Opfern sowie über eine Million Flüchtlinge gefordert.

ITE nimmt eine Leserreise vom letzten Sommer zum Anlass, vertieft über die aktuelle Situation in diesem Land südlich des indischen Subkontinents zu informieren.

Sri Lanka erholt sich langsam von den Wunden des Krieges. Insbesondere der neue Präsident Maithripala Sirisena tut vieles für die Versöhnung zwischen Singhalesen, Tamilen und den muslimischen «Moors».

Doch unter der «harmonischen» Oberfläche schwelen noch immer Spannungen. Viele Vertreter der tamilischen Minderheit, mit denen ITE reden konnte, sehen die Wirklichkeit anders als die offizielle Sicht: Sie sprechen von stillen Benachteiligungen, von versteckter Unterdrückung und der Schmach, den Kampf um Gleichheit und Gerechtigkeit gegen das Mehrheitsvolk der Singhalesen für immer verloren zu haben.

Man spürt bei vielen Gesprächen Zurückhaltung, diplomatische Wortwahl und Vorsicht. Besonders auffallend aber ist der Mut der katholischen tamilischen Priester und Vertreter der Diözesen, zu ihrer Meinung zu stehen. Mit ihren pointierten Aussagen zeigen sie, dass in diesem aufstrebenden südostasiatischen Staat noch lange nicht alles zum Besten bestellt ist. Dass noch vieles getan werden muss, um die Wunden des Krieges zu heilen und allen Bevölkerungsgruppen eine gleichberechtigte Teilhabe an der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung zu ermöglichen.

 

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