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Erklärung der Direktoren der europäischen MISSIO-Organisationen

«Mit Bedauern stellen wir fest,

  • dass in der Vergangenheit die Evangelisierung oft die Zwillingsschwester der Kolonialisierung war;
  • dass andere religiöse Überzeugungen und Kulturen nicht selten ungerechterweise als minderwertig verachtet wurden;
  • dass in der Begegnung von Kulturen  und Religionen auch heute die Gefahr neokolonialer Abhängigkeiten und des Paternalismus nicht beseitigt ist.

Nur die Wahrheit macht uns frei. Die MISSIO-Organisationen Europas verpflichten sich deshalb mit neu gewonnenem Vertrauen heute dazu,

  • unsere Schwestern und Brüder aus den anderen Kontinenten bei uns zu Worte kommen zu lassen, damit wir in gemeinsamer aktiver Verantwortung in der Weltkirche zusammenarbeiten;
  • im Namen Jesu Christi eine neue Kultur internationaler Solidarität und Geschwisterlichkeit zu fördern, damit die Globalisierung immer mehr dem Menschen und seiner in Gott begründeten Würde dient;
  • sich bei uns in Europa und weltweit für eine Kirche der Armen einzusetzen;
  • die Dimensionen einer prophetischen Kirche zu leben, die den falschen Göttern des Marktes, der Ausbeutung und der Ausgrenzung entgegentritt;
  • eine dialogische und ökumenische Kirchezu fördern, welche die von Gottgeschaffenen Werte in anderen Religionen und Kulturen anerkennt. Denn der eine Gott ist unser aller Ursprung und Ziel

Auszug aus der Erklärung der MISSIO-Direktoren Europas, verabschiedet am 25. März 2000 in Dublin