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Schweizer Kapuziner-Provinz

Kapuziner-Blog

Mitglieder der franziskanischen Familie veröffentlichen hier alle zwei Wochen einen Blogbeitrag. Sie kommentieren aus persönlicher Sicht aktuelle Ereignisse.

Auflösung der Pfarrei-Initiative – Resignation oder was?
Am offiziellen System ändert sich zwar nichts, aber innerhalb des erstarrten Systems wächst eine neue, selbstbewusste Gruppe von Frauen und Männern heran, die sich immer mehr ihrer eigenen Verantwortung als Kirche bewusst werden. (Willi Anderau, 17. Januar 2020)
Von Kitsch… aber wertvollem
Die nächste Weihnachtszeit kommt bestimmt. ... Sie versetzt mich in eine nostalgische, manchmal auch melancholische Stimmung. (Kletus Hutter, 11. Januar 2020)
Was sind deine Symbole für 2020?
Die Geschenke der Sterndeuter und deine Geschenke? Was sind deine Symbole für 2020? (Raphael Märtens, 3. Januar 2020)
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Verena Shearsby, 18.09.2019
iTe-Reisegruppe mit TänzerInnen | © Verena Shearsby, 2019
iTe-Reisegruppe mit TänzerInnen | © Verena Shearsby, 2019

Ich hatte die Gelegenheit, an der diesjährigen iTe-Leserreise nach Sri Lanka teilzunehmen.

Kindergarten im Bau | © Verena Shearsby, 2019

Für mich war es unter anderem sehr interessant, die Projekte besichtigen zu können, welche dank den vielen Spenden der Leserinnen und Lesern unserer Zeitschrift und der grossen Gönnerschaft der Schweizer Kapuziner im Bau sind. Ich denke da im speziellen an den sich im Bau befindlichen Kindergarten in der armen Kapuzinerpfarrei Tharnikulam in Vavuniya.

Es war auch sehr eindrücklich zu sehen, wie die vielen Religionen, sprich Buddhismus, Hinduismus, Christentum und Islam zusammenleben und im gegenseitigen Respekt und Toleranz zusammen leben.

Tänzerinnen vom ‘Centre of performing arts’ | © Verena Shearsby, 2019

Einen guten Beitrag dazu leistet sicher auch das «Center of Performing Arts» in Jaffna, welches von Father Saveri 1964 gegründet wurde und auch heute noch geleitet wird. Wir durften einer eindrücklichen Aufführung beiwohnen. Es ist die am längsten existierende Organisation im Land, die mithilfe von darstellender Kunst Friedensprozesse fördert. Das Zentrum versucht, unterschiedliche ethnische und religiöse Interessen auszusöhnen, ohne anzuklagen. Damit soll die Kunst helfen, Menschenrechte und Demokratie zu fördern.

Was mir aufgefallen ist, war die überaus grosse Polizeipräsenz im ganzen Land. Vor allem in Madhu, dem grössten Marienwallfahrtsort von Sri Lanka, war die Sorge um Sicherheit für das kommende Fest am 15. August sicht- und spürbar.

Wir haben auch die Kirchen in Colombo und Negombo besucht, welche am Ostersonntag Ziel von islamistischen Terroranschlägen geworden waren. Die Tatsache, wie viel Leid dort geschehen war, hat mich traurig gestimmt. Und trotzdem war es schön zu sehen, dass die Menschen den Glauben nicht verloren haben – im Gegenteil:  so viele Gläubige haben in den schon wieder aufgebauten Kirchen gebetet.

St. Anthony’s Shrine, Kochchikade | © Verena Shearsby, 2019

Verena Shearsby

Verena Shearsby, arbeitet seit 2006 bei der Missionsprokura der Schweizer Kapuziner als kaufmännische Angestellte. Durch ihre Arbeit hat sie die Kapuzinermissionen- und Projekte näher kennen und schätzen gelernt. Sie interessiert sich für franziskanische Themen und war als Begleiterin an der iTe-Leserreise mit dabei.