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Schweizer Kapuziner-Provinz

Province Suisse

Kapuziner-Blog

Mitglieder der franziskanischen Familie veröffentlichen hier alle zwei Wochen einen Blogbeitrag. Sie kommentieren aus persönlicher Sicht aktuelle Ereignisse.

Empfangt den Heiligen Geist
Die biblischen Bilder erklären, was geschieht, wenn der Auferstandene die, die er senden wird, anhaucht und spricht: „Empfangt den Hl. Geist!“ (Raphael Grolimund, 30. Mai 2020)
Glauben in Christus – Leben in Gott
Der Auferstehungsglaube umfasst unsere ganze Lebensbestimmung im Hier und Jetzt und im Dasein nach dem Tod. (Raphael Grolimund, 23. Mai 2020)
Seid gewiss: Ich bin bei euch
Jene, die seinen Namen tragen, sollen sein Werk fortführen. Aber ist das nicht eine zu grosse Aufgabe für sie? (Raphael Grolimund, 20. Mai 2020)
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Nach rund 360-jähriger Präsenz geben die Schweizer Kapuziner ihr Luganeser Kloster auf. Lugano TI, 24.10.14 (Kipa) Am 1. November verlassen die letzten sechs Brüder das Kapuzinerkloster Lugano. Sie ziehen zu ihren Mitbrüdern nach Locarno („Madonna del Sasso“) und Bellinzona („Ospizio Sacro Cuore“). Das Kloster in Lugano, zwischen 1646 und 1653 auf den Anhöhen der Stadt erbaut, soll nach Angaben des Klostervorstehers Ugo Orelli einer anderen religiösen Gemeinschaft vermietet werden.

„In den letzten 15 Jahren sind wir immer weniger geworden“, sagte Bruder Ugo am 23. Oktober gegenüber der Presseagentur Kipa. „Heute sind wir nur noch sechs, während unser Altersdurchschnitt bei 60 Jahren liegt.“ Wie anderswo in Europa bekunde der Orden auch hier mehr und mehr Mühe, Nachwuchs zu finden.

Darüber, dass die Leitung der Schweizer Kapuzinerprovinz eine Vermietung des Klosters an eine religiöse Gemeinschaft und keinen Verkauf beabsichtigt, äussert sich Bruder Ugo erleichtert. Auf diese Weise könne die reichhaltige Klosterbibliothek mit ihren 100.000 Bänden („Salita dei Frati“) erhalten bleiben, und müsse diese nicht gezügelt werden.

Die im ersten Jahrhundert des Klosters gegründete Bibliothek ist insbesondere in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stark gewachsen. 1980 wurde die Bibliothek in ein vom berühmten Tessiner Architekten Mario Botta entworfenes Annex-Gebäude transferiert. Trägerverein der Bibliothek ist aufgrund einer Konvention mit der Kapuzinerprovinz ein religiös neutraler Verein namens „Biblioteca Salita dei Frati“. Die Bibliothek ist öffentlich für jedermann zugänglich.

Am 1. November (Allerheiligen) verabschieden sich die Kapuziner in einem feierlichen Gottesdienst von den Gläubigen in Lugano. Der Messe steht Valerio Lazzeri, Bischof von Lugano, vor. (kipa/gur/mp/job/sy)