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Schweizer Kapuziner-Provinz

Province Suisse

Kapuziner-Blog

Mitglieder der franziskanischen Familie veröffentlichen hier alle zwei Wochen einen Blogbeitrag. Sie kommentieren aus persönlicher Sicht aktuelle Ereignisse.

Bruder Feuer und Schwester Licht
Aus der Sicht des Autorenpaars erzählen Bruder Rufino und Schwester Pacifica in elf erfreulich gut lesbaren Kapiteln und jeweils in deutlich abgesetzten Abschnitten mit Kursiv- und Rektoschrift im Wechsel aus der Perspektive des Gefährten und der Wegbegleiterin die beiden Heiligenleben. (Hanspeter Betschart, 19. Mai 2021)
Empfangt den Heiligen Geist
Die biblischen Bilder erklären, was geschieht, wenn der Auferstandene die, die er senden wird, anhaucht und spricht: „Empfangt den Hl. Geist!“ (Raphael Grolimund, 30. Mai 2020)
Glauben in Christus – Leben in Gott
Der Auferstehungsglaube umfasst unsere ganze Lebensbestimmung im Hier und Jetzt und im Dasein nach dem Tod. (Raphael Grolimund, 23. Mai 2020)
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Einführung in die Arbeit durch Christian Schweizer, Colette Halter, Hanspeter Wyss, Sursee (v.l.n.r.) © Daniel Halter
Einführung in die Arbeit durch Christian Schweizer, Colette Halter, Hanspeter Wyss, Sursee (v.l.n.r.) © Daniel Halter

Vor rund 33 Jahren übernahm Christian Schweizer als erster Nicht-Kapuziner die Leitung des Provinzarchivs der Schweizer Kapuziner im Kloster Wesemlin. Nach seiner Pensionierung im Herbst 2021 tritt Colette Halter-Pernet das Amt der Provinzarchivarin der Schweizer Kapuziner an.

Christian Schweizer wurde 1956 in Köln geboren und besuchte nach der dortigen Grundschule das Kollegium St. Fidelis in Stans. In Zürich an der Universität studierte und doktorierte er schliesslich in Geschichtswisschenschaften, war Assistent für Alte Geschichte und wurde bald nach dem Abschluss des Doktorats als Archivar der Schweizer Kapuzinerprovinz berufen. Dieses Amt führte Christian Schweizer – inzwischen verheiratet und dreifacher Familienvater – mehr als drei Jahrzehnte sachkundig, kompetent und begeistert aus.

Christian Schweizer voll in seinem Element. © Daniel Halter

Die Schwerpunkte seiner Arbeit waren:

  • Führen des Verzeichnisses der Brüder, ihrer Lebensstationen vom Eintritt bis zum Tod
  • Führen der ins Archiv eingegangen Personaldossiers: sichten, bewerten, sichern, einordnen
  • Führen der ins Archiv eingegangen Sachdossiers
  • Pflege der Alt-Akten: Bearbeitung historischer Akten, Kassation obsoleter Akten (Verwaltungsakten, Rechnungsablagen usw.)
  • Zusammenarbeit mit dem Provinzsekretariat
  • Auskunft ordensintern und nach aussen (amtliche Stellen, Wissenschaft, Private): Historisches, Bio-Bibliographisches, Genealogische, Rechtliches
  • Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten: Master-, Doktor- und Matura-Arbeiten; Diplomarbeiten; Forschungsprojekte (ordensintern wie extern)

Dazu kam die Arbeit in den Lokalarchiven der Klöster, auch jener der Kapuzinerinnen. Nach der Auflösung eines Kapuzinerklosters mussten die jeweiligen Archivmaterialien nach Luzern in das Provinzarchiv überführt und dort bearbeitet werden. Auch die Betreuung des Provinzmuseums in Sursee gehörte zum Aufgabenbereich von Christian Schweizer.

Eine grosse Aufgabe, die ihm nicht nur viel Arbeit, sondern auch Freude und Befriedigung verschaffte, war (und bleibt!) die Verantwortung für die Zeitschrift Helvetia Franciscana, die auch von anderen franziskanischen Gemeinschaften mitgetragen wird. Eine Vielzahl von fundierten wissenschaftlichen Artikeln darin verfasste er selbst.

Verabschiedung von Christian Schweizer durch Josef Haselbach, Provinzial. © Daniel Halter

Insgesamt umfasst die Liste seiner Publikationen nicht weniger als 513 Beiträge, die nicht nur in Helvetia Franciscana, sondern auch an zahlreichen anderen Orten gedruckt wurden.

Christian Schweizer identifizierte sich sehr stark mit seinem Arbeitgeber. Wenn in einer Zeitung oder Zeitschrift etwas über die Kapuziner berichtet wurde, das nicht ganz korrekt war, meldete er sich in ihrem Namen mit einem freundlichen, aber bestimmten Brief und meistens auch mit einem klärenden Artikel.

Als Anerkennung und Lob für Christian Schweizers grosse und engagierte Arbeit und seinen unermüdlichen Einsatz für die Schweizer Kapuzinerprovinz wurde ihm bei seinem Abschied auch als Ausdruck der gegenseitigen Verbundenheit die Affiliation zum Kapuzinerorden zuteil.

Die neue Provinzarchivarin Dr. Colette Halter-Pernet

Die Nachfolgerin
Aus 33 Bewerbungen für die Nachfolge im Provinzarchiv wurde Frau Dr. Colette Halter-Pernet, Zürich, gewählt. Colette Halter-Pernet hat in Zürich studiert und doktoriert und ist nach längeren Auslandaufenthalten in England und Thailand wieder dort wohnhaft. Die neue Provinzarchivarin, die verheiratet und Mutter von drei erwachsenen Kindern ist, freut sich nach ihrer zehnjährigen Arbeit am Historischen Seminar der Universität Zürich auf ihre neue Herausforderung. Im Bulletin der Provinz wird sie mit den folgenden Worten vorgestellt:

«Frau Halter bringt neben der ausgewiesenen wissenschaftlichen Qualifikation Erfahrungen in Klosterarchiven mit. So arbeitete sie zwischen 2004 und 2005 an der Reorganisation des Klosterarchivs Einsiedeln mit, wodurch sie Einblicke in das benediktinische Mönchtum erhielt. Mit der franziskanischen Tradition ist sie seit 2017 anlässlich eines Editionsprojekts zu Quellen des ehemaligen Doppelklosters der Klarissen und Franziskaner in Königsfelden vertraut.

Daneben überzeugte Frau Halter im Gespräch als gut vernetzte Persönlichkeit, die mit ihrer Erfahrung geeignet ist, die Zukunft des Provinzarchivs der Schweizer Kapuziner aktiv mitzugestalten. Als kommunikative und verhandlungssichere Person ist sie fähig, gerade auch im Kontakt mit staatlichen Institutionen zukünftige Auflösungsprozesse von Kapuziner-Niederlassungen zu begleiten und dabei die kapuzinischen Interessen zu vertreten.»

Die Provinz und besonders auch die Verantwortlichen ihrer Printmedien (u.a. dieser Website) freuen sich auf eine gute Zusammenarbeit mit der neuen Provinzarchivarin.

Walter Ludin