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Friedensfest der beiden Dörfer Upa 1 und Upa 2. Nach jahrelangem Krieg und sieben Toten auf beiden Seiten gibt es jetzt Friedensverhandlungen. Sr. Lorena, eine schweizer Franziskanerin, ist als Vermittlerin von den beiden Seiten eingesetzt, Südliches Hochland, Papua Neuguinea, 2/2017
Friedensfest der beiden Dörfer Upa 1 und Upa 2. Nach jahrelangem Krieg und sieben Toten auf beiden Seiten gibt es jetzt Friedensverhandlungen. Sr. Lorena, eine schweizer Franziskanerin, ist als Vermittlerin von den beiden Seiten eingesetzt, Südliches Hochland, Papua Neuguinea, 2/2017

Die Baldeggerschwester Lorena Jenal erhält am 10. Dezember 2018 von der Stadt Weimar den Menschenrechtspreis 2018 für ihren Einsatz für Opfer von Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea.

Der Preis wird seit 1995 an Personen und Organisationen vergeben, die sich für den Schutz der Menschenrechte einsetzen. Das Hilfswerk missio e.V. unterstützt die Arbeit der Baldeggerschwester.

bb. Die Schweizer Ordensschwester setze sich unter Einsatz auch ihres Lebens für die Opfer von Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea ein, begründet der Stadtrat von Weimar seinen Entscheid: «Schwester Lorena Jenal versucht die Ursachen für die neue brutale Welle der Hexenverfolgung zu identifizieren, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Dabei scheut sie sich auch nicht, mit den Peinigern zu sprechen und gegen das Nichtstun staatlicher Behörden vorzugehen.»

Ihre Menschenrechtsarbeit sei vorbildhaft für Initiativen in vielen anderen Ländern, in denen Menschen unter Hexenverfolgung litten. «Nur wenn Hilfsorganisationen, Politiker, Polizei und Schulen in den (…) betroffenen Ländern gemeinsam gegen diese Gewalt kämpfen und internationale Unterstützung erhalten, besteht die Chance für die endgültige Beendigung der Hexenverfolgung.»

Schwester Lorena Jenal wuchs mit vier Brüdern in Plan-Samnaun auf. 1979 reiste sie zum ersten Mal nach Papua-Neuguinea. Mittlerweile lebt sie seit über drei Jahrzehnten im östlichen Teil der Insel. Hier setzt sie sich mit ihren Mitschwestern für die Bedürftigen ein. In ITE 2-2017 erzählte sie von ihrer Arbeit mit verwahrlosten Kindern und Jugendlichen, die zunehmend auf der Strasse leben: «Sie alle haben ein Anrecht auf Lebenssinn und Lebensqualität.»

www.sr-lorena.ch

Christina und Sr. Lorena in einer Kirche in Kundiawa.
Christina ist Überlebende einer „Hexen“-Verbrennung 2012 in der Nähe von Mendi und wohnt nun weit entfernt in Kundiawa, Papua Neuguinea, 2/2017
Christina und Sr. Lorena in einer Kirche in Kundiawa. Christina ist Überlebende einer „Hexen“-Verbrennung 2012 in der Nähe von Mendi und wohnt nun weit entfernt in Kundiawa, Papua Neuguinea, 2/2017