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Schweizer Kapuziner-Provinz

Province Suisse

Kapuziner-Blog

Mitglieder der franziskanischen Familie veröffentlichen hier alle zwei Wochen einen Blogbeitrag. Sie kommentieren aus persönlicher Sicht aktuelle Ereignisse.

Bruder Feuer und Schwester Licht
Aus der Sicht des Autorenpaars erzählen Bruder Rufino und Schwester Pacifica in elf erfreulich gut lesbaren Kapiteln und jeweils in deutlich abgesetzten Abschnitten mit Kursiv- und Rektoschrift im Wechsel aus der Perspektive des Gefährten und der Wegbegleiterin die beiden Heiligenleben. (Hanspeter Betschart, 19. Mai 2021)
Empfangt den Heiligen Geist
Die biblischen Bilder erklären, was geschieht, wenn der Auferstandene die, die er senden wird, anhaucht und spricht: „Empfangt den Hl. Geist!“ (Raphael Grolimund, 30. Mai 2020)
Glauben in Christus – Leben in Gott
Der Auferstehungsglaube umfasst unsere ganze Lebensbestimmung im Hier und Jetzt und im Dasein nach dem Tod. (Raphael Grolimund, 23. Mai 2020)
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Einheimischer Ordensnachwuchs mit dem Schweizer Provinzial. © Josef Haselbach
Einheimischer Ordensnachwuchs mit dem Schweizer Provinzial. © Josef Haselbach

Bruder Josef Haselbach, der Provinzial der Schweizer Kapuziner, war anlässlich des Jubiläums «100 Jahre Kapuziner in Tansania» in diesem ostafrikanischen Land. Er schaut voller Freude auf die Vergangenheit – und mit Sorge auf die Zukunft des dortigen Ordens und der Ortskirche.

Ich hatte den Eindruck, einen historischen Wendepunkt zu erleben. Einerseits lernte ich im Noviziat Guido Käppeli kennen, der unter den ersten Ausreisenden dabei war. Und nun sah ich unsere «Senior-Missionare», mit denen unsere Einsätze in Tansania zu Ende gehen.

Die Kapuzinerinnen von Maua begrüssen den Provinzial der Schweizer Kapuziner. © Josef Haselbach

Es ist eindrücklich, was in 100 Jahren alles gewachsen ist. Ich konnte nur staunen über Einsatz und Kreativität, die für Wasserleitungen, Kirchenbauten, Kläranlagen, Schulen, Brücken, Kirchenkunst, Fischteiche, Anbaumethoden, Sportanlagen, Dispensaires, an den Tag gelegt wurden.

Einer der grossen, schwierigen Wendepunkte ist die ökonomische Situation, die mir erst vor Ort aufgegangen ist. In Spitzenzeiten haben gleichzeitig bis zu 100 Schweizer Missionare mit enormer finanzieller Rückendeckung aus der Schweiz Werk um Werk aufgestellt, bis in jüngste Zeit. Aber mit welchen Geldern wird nun repariert, renoviert?

Diese Problematik durchzieht die ganze Kirchenpolitik: Man schickt Ordensleute vor, um Pfarreien zu gründen; diese haben ja ihre Quellen im Hintergrund und können und sollen die aufwändige Aufbauarbeit finanzieren.  Einheimische Ordensleute vermeiden auf Gesuchen die Angabe, dass das Gesuch von einer Ordensperson stammt, sonst heisst es: «Die haben im Ausland ihre Orden als Finanzbasis und sollen dort Geld erbitten». Man bezahlt nur Diözesanpriester, für die anderen sollen die Orden aufkommen …