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Arbeitskreis Kirchliche Kulturgüter (AKKG)

Colette Halter-Pernet, Provinzarchivarin Schweizer Kapuziner: Die Schliessung der Kapuzinerklöster Olten und Sion und der damit verbundenen Neuplatzierung etlicher Kulturgüter sowie Anfragen an das Provinzarchiv zum Umgang mit nicht mehr benötigten kirchlichen Kulturgütern haben mir als Provinzarchivarin der Schweizer Kapuziner unmissverständlich vor Augen geführt, wie akut die Frage nach dem Erhalt und der Sicherung dieses Kulturerbes ist. Mit jedem geschlossenen Kloster und jedem aufgelösten Bestand droht mehr als nur der Verlust einzelner Objekte: Diese vielfältigen Kulturgüter sind einzigartige Zeugnisse einer jahrhundertealten Geschichte. In ihnen spiegeln sich nicht zuletzt die Tätigkeiten, Überzeugungen und das Engagement der Ordens- und Kirchenleute. Umso wichtiger, dieses wertvolle Kulturerbe zu erhalten.

Um eine Diskussion über dieses Thema anzuregen und gemeinsam nach Lösungen für die Sicherung und den Erhalt dieser Objekte zu suchen, nahm ich Kontakt mit Albert Holenstein von der Fachstelle Kirchliches Kulturerbe der Stiftsbibliothek St. Gallen sowie mit Heidi Amrein, Chefkuratorin des Schweizerischen Nationalmuseums, auf. Im letzten Herbst organisierten wir im Nationalmuseum Zürich eine erste Veranstaltung unter dem Titel «Klösterliche Kulturgüter ohne Zukunft?». Das rege Interesse von Vertreterinnen und Vertretern staatlicher und kirchlicher Institutionen bezeugte die Aktualität des Themas. Die Diskussion über klösterliche Kulturgüter weitete sich auf das kirchliche Kulturerbe im Allgemeinen aus und in der Folge dieser Veranstaltung konstituierte sich der Arbeitskreis Kirchliche Kulturgüter.

Für kath.ch interviewt, gibt Albert Holenstein nun Auskunft über die Tätigkeiten und Ziele dieses neuen Arbeitskreises. Gute Lektüre!

Das Bild zeigt die architektonisch berühmte Fassade vom Kapuzinerkloster Sion. Tradition und Moderne treffen sich. Dabei wurde bei der Renovation besonders auf die spirituelle Korrektheit des Baus geschaut. Vor den Zimmerfenster sind deshalb Betonwände angebracht - das Liht kommt ins Zimmer, es gibt jedoch keine Aussensicht. Das soll der Innerlichkeit dienen. Das Kloster ist nicht mehr im Betrieb.

Arbeitskreis Kirchliche Kulturgüter (AKKG)