courtesy
© Karl Flury
© Karl Flury

Alle Kapuziner der Deutschschweiz wurden vom Personalverantwortlichen der Deutschschweizer Kapuzinern, Damian Keller, auf den 27. September ins Kloster Wesemlin Luzern eingeladen.

Die Brüder wurden über die neuesten Pläne in der Kapuziner-Region informiert und erhielten so auch Gelegenheit sich auszutauschen und ihre Anliegen einzubringen.

Viel zu reden gab die Zukunft des Klosters Brig. Was soll mit dem Kloster in Brig geschehen, wenn die Kapuziner im Januar 2018 das Kloster verlassen? Einige Kreise im Wallis haben sich inzwischen dieses Themas angenommen und möchten da mitentscheiden; mit Befremden haben die Kapuziner zu Kenntnis genommen, dass bereits Drittpersonen ohne ihr Wissen einen Verein gegründet haben, um über die Zukunft des Klosters zu bestimmen. Dagegen haben die Kapuziner festgehalten, dass sie als Eigentümer der Klosteranlage ihre Gesprächspartner selber aussuchen und über die weitere Belegung des Klosters selber entscheiden werden. Dazu sind sie im Gespräch mit diözesanen und weltlichen Institutionen.

Erfreuliches war zu berichten über die Entwicklung der Klosteranlage Wesemlin in Luzern: die sogenannten Oase-W. Noch steht der Neubau nicht, noch ist die Gartenanlage nicht fertig konzipiert, aber bereits konnte ein Teil des Bodens Flüchtlingen zur Verfügung gestellt werden, welche in Zusammenarbeit mit der Flüchtlingsintegration dort einer regelmässigen Tätigkeit nachgehen können und so auch gute Möglichkeiten zur sprachlichen Integration erhalten.

Der Provinzial Br. Agostino Del-Pietro informierte über den Stand der Restrukturierung der Tessiner Kapuziner. Im März 2018 wird eine neue eigenständige Tessiner Kustodie errichtet, welche an die  Mailänder Kapuzinerprovinz angegliedert wird. Von diesem Zeitpunkt an wird die Schweizerkapuzinerprovinz nur noch aus zwei Sprachregionen bestehen: der Westschweiz und der Deutschschweiz, mit deutsch- und französischsprechenden Kapuzinern.