courtesy

Helvetia Franciscana ist eine historische Zeitschrift der drei schweizerischen Orden des hl. Franziskus von Assisi. Sie publiziert wissenschaftliche Aufarbeitungen der vielfältigen Geschichte der drei Orden des hl. Franziskus in der Schweiz und in der angrenzenden Nachbarschaft. Gleichzeitig bibliografiert sie die aktuellen Publikationen schweizerischer Ordensleute kontinuierlich.

 

Ausgabe (47. Band)

17 Autoren und Autorinnen bieten mit ihren Beiträgen ein schweizerisch interfranziskanisches Panorama der Geschichte und Kultur:

Ein Bericht über die Erschließung mittelalterlicher Handschriften im Kanton Luzern bringt Neuigkeiten zu den Niederlassungen und deren Brüder des Franziskusordens: Minoriten und Kapuziner in der Stadt Luzern und Kapuziner in Sursee.

 

 

Domherren im Bistum Sitten des 17. Jahrhunderts wagten den Schritt, ihre gut dotierten Pfründen zu verlassen und den Habit der Kapuziner anzulegen für ein bescheidenes Leben.

 

 

 

Das Kapuzinerkloster Brig nach dem Brand vom Wiederaufbau 1981 bis zur Auflösung des Konventes 2017 – das Ende einer Ära im franziskanischen Oberwallis.

 

 

 

Die Bedeutung der Bibliothek des einstigen Kapuzinerklosters Stans für Nidwalden: Historisches Schrifttum des 15.-19. Jahrhunderts und die damals im 20. Jahrhundert für modern gehaltene Literatur

 

 

Die entdeckte Moralis encyclopaedia des Marcellin de Pise als wichtige Quelle zur Neuinterpretierung des Bilderhimmels von Hergiswald im Kanton Luzern.

 

 

 

 

 

 

In memoriam Oktavian Schmucki OFMCap (1927-2018): Abschied von einem Altmeister unter den Ordenshistorikern des Franziskusordens aus katholischer und lutheranischer Perspektive; hinzu die Autobiographie des Verstorbenen.

 

Fidelis-Akademie in Sigmaringen 2018: Persönlichkeit, Verehrung und Faszination hl. Fidelis von Sigmaringen.

Zahlreiche Rezensionen in italienisch, französisch und deutsch über Publikationen franziskanischer Themen: Santa Maria delle Grazie in Bellinzona; Bernardin von Siena; das Schulwesen der Klarissen-Kapuzinerinnen in Lugano; Neuedition Bilderhimmel Hergiswald; Architektur des Kapuzinerklosters Sitten; die erstmals in Deutsch erschienenen Kapuzinerkonstitutionen von 1536; Schicksal des Kapuzinerklosters Rottweil; Ergebnisse und Befragungen aus Orden in der Säkularisierung des deutschsprachigen Europas im 21. Jahrhundert; die Gedenkfeier in Kroatien zum 150. Todesjahr Theodosius Florentini; Anton Rotzetters Leidenschaft für Franz von Assisi; Büchersammlung des Peter Falck in Fribourg; die Biblioteca Centrale dei Cappuccini und ihr Bezug zur Schweiz; der neue Ergänzungsband zum Proprium franziskanischer Ordensgemeinschaft.

Bibliographia Helveto-Franciscana 2017-2018 mit 413 angezeigten Publikationen franziskanischer Ordensleute der Schweiz.

Bibliographie: Luzern, Helvetia Franciscana 47, 2018, 248 S., ill. – ISSN 1661-7703. – CHF 30.00 (plus Versandkosten).

Bezug: Provinzarchiv Schweizer Kapuziner, Wesemlinstr. 42, CH-6006 Luzern – provinzarchiv.ch@kapuziner.org.

Homepage: Helvetia Franciscana: www.hfch.ch

 

Ausgabe (46. Band)

Franziskaner und Reformation – Kapuziner und Bruder Klaus – Menzingens „schwarze und braune“ Schwestern – Adieu Andermatt – Bibliographie Anton Rotzetter – Fidelis-Akademie

500 Jahre Reformation und 600 Jahre Niklaus von Flüe sind in der Helvetia Franciscana zwei Themenbereiche, die untereinander im Franziskusorden sich ergänzen:

Conrad Pellikan

Zum einen berichtet der deutsche Ordenshistoriker Johannes Karl Schlageter OFM (München) über den im Basler Barfüsserkloster wirkenden Humanisten-Gelehrten Konrad Pellikan (1478-1556), der seinen Weg als Observant via Erasmus von Rotterdam sich zum reformierten Dozenten an der Theologenschule des Huldrych Zwingli in Zürich entwickelte.

 

 

 

Zum anderen zeigt der reformierte Theologe Fritz Gloor (Stansstad) mit seiner quellenahen Abhandlung, wie im frühen 18. Jahrhundert der Nidwaldner Kapuziner Benno Lussy (1679-1755) sich als Bruderklausen-Apologet hervortat und auf dem Rücken des „vielseligen“ Bruder Klaus konfessionelle Polemik gegen die Reformation betrieb.

 

 

Kloster Gubel

Bei der Schlacht- und Wallfahrtskapelle „Maria Hilf“ am Gubel bei Menzingen (Kanton Zug), die an den 1531 dort erfochtenen Sieg der Katholiken über die Reformierten erinnert, war 1851 ein Kapuzinerinnenkloster der Ewigen Anbetung“ entstanden. Der Konvent der „braunen Schwestern“ wurde in seinen Anfängen an den Rand des moralischen Abgrunds geführt infolge der Umtriebigkeiten des Gründungsvaters – des Menzinger Pfarrers Johann Josef Röllin (1814-1873) – und der Frau Mutter des Konventes, Aloisia Amman (Amtszeit 1857-1867). Dies beschreibt der Kapuzinerhistoriker Niklaus Kuster unter Berücksichtigung von Vision und Werk Röllins parallel und kontra zur jungen Kongregation der „schwarzen Schwestern“ in Menzingen, den Lehrschwestern vom hl. Kreuz, durch deren Gründerpersönlichkeiten wie den Kapuziner Theodosius Florentini (1803-1865) und die Kreuzschwester Bernarda Heimgartner (1822-1863).

Abschied wird genommen:

von der 1688 den Kapuzinern anvertrauten Pfarreiseelsorge des Urserntales in Andermatt mit der vom Provinzarchivar Christian Schweizer formulierten Würdigung des Präsentationsrechtes,

 

 

 

+ Anton Rotzetter

und von einem der ganz großen Franziskus-Forscher in Spiritualiät und Literatur, dem Kapuziner Anton Rotzetter (1939-2016), mit einer von seinem Mitbruder Oktavian Schmucki besorgten umfangreichen Biobibliographie.

 

 

 

In Sigmaringen (Hohenzollern) wurde am 23. April 2017 die publizierte Dissertation von Matthias Emil Ilg über den Kult des kapuzinischen Blutzeugen Fidelis von Sigmaringen (1578-1622) mit einer Akademie gefeiert, worüber zwei Beiträge dokumentieren.

Bibliographie: Luzern, Helvetia Franciscana 46, 2017, 288 S., ill. – ISSN 1661-7703. – CHF 30.00 (plus Versandkosten).

Bezug: Provinzarchiv Schweizer Kapuziner, Wesemlinstr. 42, CH-6006 Luzern – provinzarchiv.ch@kapuziner.org.

Homepage: Helvetia Franciscana: www.hfch.ch