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Mission beendet?

Was unter »christlich« läuft, steht in unserer Gesellschaft unter Generalverdacht. Es gilt als politisch unkorrekt, dafür einzustehen.

Mit dieser Prägung ging ich in den 1990er-Jahren für die Basler Mission nach Südamerika. Zuerst schwieg ich mich darüber aus, dass ich als Missionarin dort war. Ich wollte nicht mit dem negativen Bild mittelalterlicher Manipulatoren in Verbindung gebracht werden. Doch als ich eine Gruppe in Gewaltprävention unterrichtete, strahlte mich eine Teilnehmerin an: »Ah, Sie sind Missionarin! Dann ist ja alles gut.« Als ich sie verwundert fragte, warum sie das sage, antwortete sie schmunzelnd: »Wenn Sie Missionarin sind, heisst das für uns, dass Sie sich bewährt haben, gut ausgebildet sind und das Vertrauen Ihrer Leute gemessen. Sonst wären Sie ja niemals zu uns geschickt worden.«

Fünf gute Gründe sprechen für ein Missionswerk:

  • Im christlichen Glauben sagt die Mission eine Wahrheit, die Menschen sich nicht selber sagen können. Daraus ergeben sich Massstäbe für ein verantwortungsbewusstes Leben.
  • Zweitens geht die Mission auf Menschen zu und nimmt sie ernst. Das stärkt sie und gibt Mut.
  • Drittens: In der Mission wird der Glaube gelebt, indem Menschen mit Gebeten und mit solidarischen Aktionen für ihre Mitmenschen einstehen.
  • Viertens: Im missionarischen Handeln wird die menschliche Sehnsucht nach Segen, nach Ganzsein gehört und beantwortet.
  • Fünftens: Wer Mission sagt, meint Parteinahme für die Schwachen und Benachteiligten. Helfen bedeutet dabei das Bekenntnis zu einem Gott, der alle Menschen liebt, auch über die Todesmächte hinaus.

Claudia Bandixen, Direktorin mission 21