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In einer immer stärker globalisierten Welt beobachten wir gleichzeitig ein immer stärkeres Zerfallen der Welt in Arme und Reiche, Kranke und Gesunde, Süd und Nord. Der missionarische Auftrag Jesu in einer solchen Welt besteht im solidarischen Engagement zugunsten von armen, ausgegrenzten und benachteiligten Menschen. Solche Engagements können die verschiedensten persönlichen und institutionellen Gesichter haben:

Manche Christinnen und Christen entscheiden sich dafür, in Länder zu reisen wo Hunger und/oder Krieg herrschen, um dort im täglichen Leben ihre Solidarität zu zeigen. Für sie ist gelebte Solidarität nicht nur ein materielles, sondern ein ganzheitliches Engagement. Einige haben diesen Einsatz und dieses Zeugnis sogar mit ihrem Leben bezahlt.

Umgekehrt berichten in der Schweiz oft Zeuginnen und Zeugen aus anderen Ländern von ihrer gesellschaftlichen und kirchlichen Situation. Zunehmend unterstützen auch Pastoralkräfte aus dem Süden das kirchliche Leben in der Schweiz. Pfarreien und Ordensgemeinschaften werden dadurch neu belebt. Trotz aller und auch grosser dabei auftretender Schwierigkeiten trägt diese missionarische Zusammenarbeit dazu bei, ein Klima der Solidarität und der persönlichen Verbundenheit zu schaffen.

Andere Christinnen und Christen setzen sich in der Schweiz dafür ein, hierzulande wirtschaftlich ungerechte Strukturen zu erkennen, aufzudecken und zu ändern, die in anderen Ländern lebensbedrohende Konsequenzen haben. Eine kleine Änderung auf der strukturellen Ebene kann Millionen Menschen zugute kommen.

Mission im Sinne Jesu ist zutiefst verknüpft mit dem solidarischen Einsatz für Gerechtigkeit, Befreiung und Frieden. Dabei ist immer der Zusammenhang von materiellem und spirituellem Wohlbefinden zu sehen. Ein solcher Einsatz beginnt auf der persönlichen Ebene, umfasst die menschliche Sehnsucht nach Spiritualität und Religion und schliesst die politischen und wirtschaftlichen Strukturen mit ein, die für das Leiden von unzähligen Menschen verantwortlich sind. Mission im Sinne Jesu betrachtet einen solchen Einsatz im Wissen und Glauben, dass befreiendes Handeln Menschen tiefer in die Gemeinschaft mit Gott führt und sie so wirklich solidarisch werden lässt.

Jede und jeder Einzelne von uns wäre angesichts der zahlreichen weltweiten Probleme mit allen diesen notwenigen Aufgaben überfordert. Die kirchlichen Hilfswerke, Missionsinstitute und Institutionen können aber in professioneller Weise Kräfte und Mittel bündeln und vor allem auf der strukturellen Ebene viel Gutes erreichen. Sie erreichen diese Ziele besonders gut, wenn sie sich gemäss ihrer je eigenen Charismen auf bestimmte Problemkreise spezialisieren und die Arbeit untereinander sinnvoll aufteilen. So entsteht ein effektives Netzwerk der Solidarität.

Aus der bereits zitierten Broschüre «Plattform Missionsverständnis …» Sie ist vergriffen. Martin Bernet von Missio Schweiz schickt sie jedoch gerne als pdf oder einen Ausdruck davon: martin.bernet@missio.ch