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Luzern

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Zu unserer Gemeinschaft gehören z.Z. 17 Brüder. Einige sind fest in Pfarreien engagiert, im Mediensektor tätig, als Schwesternseelsorger aktiv, als Referenten unterwegs und als Exerzitienbegleiter gefragt. Andere verbringen ihren Lebensabend bei uns. Mehrere Brüder sind im und um das Haus tätig (Küche, Wäsche, Reinigung, Garten, Pforte). Wir nehmen aber auch die Hilfe von Laien in Anspruch.

In Luzern haben auch die Leitung der Schweizer Kapuzinerprovinz (Provinzialat) und das Provinzarchiv ihren Sitz.

Kontakt

Kapuzinerkloster
Wesemlinstr. 42
6006 Luzern
T 041 429 67 55
F 041 429 67 50
luzern@kapuziner.org
W www.klosterluzern.ch
PC 60-30200-0 Kapuzinerkloster Luzern
PC 60-1050-9 Provinzialat der Schweizer Kapuziner Luzern

Gottesdienstzeiten

Sonntag 08.00 Konventmesse
10.00 Eucharistiefeier
Werktags 08.00 Eucharistiefeier

Beichtgelegenheiten

Samstag 14.00–16.00

Für übrige Zeiten bitte an der Pforte melden.

Geschichtliches

Die Kapuziner sind ein Reformzweig des franziskanischen Ordens. Am Anfang dieser Gemeinschaft stehtin Umbrien Francesco Bernadone (1181/82–1226), der als Franz von Assisi in die Kirchengeschichte eingegangen ist. Der reiche Bürgersohn verzichtete auf alles und verbrüderte sich mit den Aussätzigen, den erbärmlichsten Menschen seiner Zeit. Und er vernahm die Einladung Jesu: «Stelle meine Kirche wieder her.»
Franz hatte nur noch ein Ziel: das Evangelium Jesu Christi radikal und in äusserster Armut zu leben. Er wollte keinen Orden gründen. Doch bald schlossen sich ihm ein Dutzend Männer seiner Heimatstadt Assisi an. Sie zogen als «Mindere Brüder» durch die Lande, verdienten ihren Lebensunterhalt als einfache Hilfsarbeiter. Wenn dies nicht ausreichte, bettelten sie um dasLebensnotwendigste. Als anderprediger verkündeten sie die Botschaft Jesu auf Strassen und Plätzen in einfachen, schlichten Worten. Durch diese volksnahe Verkündigung und vor allem auch durch ihre arme Lebensweise tragen sie zur Reform der Kirche bei. Im Jahre 1209 bestätigte der Papst die franziskanische Bewegung, indem er ihre Ordensregel approbierte. Noch zu Lebzeiten des Franz zählte der Orden Tausende von Brüdern, die sich über fast ganz Europa verteilten. Im Verlaufe der Jahrhunderte kam es innerhalb der franziskanischen Gemeinschaft zu Reformversuchen, die zum Teil zu Abspaltungen führten. Eine der erfolgreichsten Bemühungen, zum ursprünglichen Ideal des Franz von Assisi zurückzukehren, bildeten die 1528 gegründeten Kapuziner. Sie bekamen ihren Namen wegen ihrer grossen, spitzen Kapuze. In der Zeit der Gegenreformation wurde der Mailänder Erzbischof Kardinal Carlo Borromini auf sie aufmerksam. Als Visitator der Schweizer Kirche bewog er sie, in die Eidgenossenschaft zu ziehen, um den «wahren Glauben» zu erneuern und zu verteidigen. (Übrigens: Noch vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil waren Schweizer Kapuziner unter den Pionieren der damals noch verfemten Ökumene …) 1581 kamen die Kapuziner nach Altdorf, wo sie das erste Kloster des Ordens nördlich der Alpen gründeten, ein Jahr später nach Stans und 1583 nach Luzern. Hier übergab ihnen die Stadt im Bruchquartier eine Unterkunft – die sich bald als «Bruchbude» darstellte: Ein Bruder stürzte wegen baulichen Mängeln beinahe zu Tode. Da trat der Patrizier Kaspar Pfyffer auf den Plan, ein Onkel des «Schweizerkönigs» Ludwig Pfyffer. Er setzte sich dafür ein, dass die Kapuziner auf dem Wesemlin-Hügel ein neues Kloster bauen konnten und kam auch weitgehend für die Finanzen auf. Die Wahl fiel nicht zufällig auf diesen Ort. Denn die Überlieferung berichtete, dass Mauriz von Mettenwyl 1531 dort eine Marienerscheinung hatte. Überdies entsprach dieser Ort der Tradition des Ordens, der seine Häuser nahe bei den Menschen und dennoch nicht im Trubel der Städte baute. Wie sehr die Kapuziner auf dem Wesemlin mit der Bevölkerung verbunden sind, zeigte sich 1988, als am Tag der Offenen Türen anlässlich der 400-Jahr-Feier des Klosters sich über 3000 Menschen durch die Klosterpforte drängten.